Jusos schlagen Beschäftigungsbrücke

Jusos NRW Beschäftigungsbrücke am 01. 06. 02

Beschäftigungsbrücke Jugend

Zum Auftakt des SPD-Bundesparteitages in Berlin haben die Jusos eine Beschäftigungsbrücke von Ost nach West geschlagen. Mit dieser Aktion wollen die Jusos auf ihre zentralen Forderungen im Bereich "Arbeitsmarktpolitik" hinweisen. Unter ihnen rund 40 Jusos aus NRW.

Der Juso-Bundesvorsitzender Niels Annen zur Beschäftigungsbrücke:

"Das JUMP-Programm zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit ist das erfolgreichste Instrument der Bundesregierung zur Reduzierung der Arbeitslosigkeit. Es hat über 300.000 Jugendlichen eine neue Perspektive für den Arbeitsmarkt eröffnet. Die gegenwärtige Lage auf dem Arbeitsmarkt erfordert weiterhin eine entschlossene Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit – auch mit neuen Instrumenten. Mit unserem Entwurf zeigen wir einen hierzu geeigneten Weg auf, mit dem die Politik der Bundesregierung im Bereich Jugendarbeitslosigkeit weiterentwickelt und forciert wird."

Zu den vorgestellten Eckpunkten gehören:

  • Eine Beschäftigungsbrücke für ostdeutsche Jugendliche: Im Rahmen einer flexiblen Jugendteilzeit werden neue Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt eröffnet. In Verknüpfung mit entsprechenden Altersteilzeitmodellen wird so sinnvoll ein "qualifizierender Generationen- und Fachkräftewechsel" eingeleitet, der auf zukünftige Arbeitsmarktperspektiven vorbereitet.
  • In einem "Zukunftschancen-Vertrag" der Bundesregierung mit der jungen Generation werden Jugendlichen, die dauerhaft keine Aussicht auf einen regulären Arbeitsplatz haben, über die Bundesanstalt für Arbeit langfristige Arbeitsverträge in neuen Dienstleistungsbereichen angeboten. Zu den Maßnahmen gehören hier Qualifizierungs-ABMs und Job-Rotation-Modelle.
  • Zur Begleitung des Zukunftschancen-Vertrags sind regionale Agenturen "Jugend in Arbeit (JA!)" zu gründen. Ziel ist eine punktgenaue Einsetzung der Finanzmittel und die Förderung junger Menschen.
  • Integrierte Lebenslaufberatung in Verbindung mit dem Job-Aqtiv-Gesetz: Jugendliche erhalten in ihrer beruflichen Orientierungsphase ab dem 8. Schuljahr eine individuelle Beratung und ein Coaching für den Eintritt ins Erwerbsleben.
  • Die genannten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen werden über das Städtebauprogramm Ost sowie das Zukunftsinvestitionsprogramm 2007 mit der regionalen Strukturpolitik verbunden.Die genannten Eckpunkte stellen aus Sicht der Jusos eine Weiterentwicklung des JUMP-Programms und die Konkretisierung der vom SPD-Parteitag beschlossenen Ausweitung zu einem Programm JUMPplus dar