Müntefering: Möllemann demontiert Westerwelle

Zum anhaltenden Streit in der FDP über den NRW-Landtagsabgeordneten Karsli erklärt der Generalsekretär der SPD, Franz Müntefering:

Die Pfingsttage haben gezeigt: Westerwelle vermeidet es, Karsli der Partei zu verweisen.
Er redet viel und tut nichts.

Die Fixierung auf den 3.6. als nächsten Vorstandstermin in NRW ist unehrlich.
Wenn der Bundesvorstand will, kann er schon heute handeln, sofort und ohne Zögern.
Er will wohl nicht.

Westerwelle verlegt sich aufs Taktieren. Er akzeptiert, dass die Entscheidung zwei Wochen verschoben wird und hofft, dass sie dann niemanden mehr interessiert. Möllemann stellt klar, dass er entscheidet, wann entschieden wird und wie.

Mit seinem einseitigen Eintreten für Karsli spielt Möllemann nicht nur mit gefährlichem Gedankengut, sondern auch mit der Autorität Westerwelles. Zehn Tage nach dem Jubelparteitag ist der FDP-Chef ist in seiner eigenen Partei nur noch Reagierender. Möllemann weist die Richtung, Westerwelle hält vergeblich dagegen. Er rudert nur mit halber Kraft.

Eine Halbstarken-Posse, wenn es nicht um die Gefahr der Instrumentalisierung von Antisemitismus ginge. Westerwelle hat seine Partei nicht im Griff.
Seine Demontage hat begonnen.

Die FDP ist so nicht regierungsfähig.