Als Klarstellung zur ddp-Meldung mit dem Titel „Kommunale Finanzmisere“ vom 8. Mai 2002 erklärt der Generalsekretär der NRWSPD, Michael Groschek:

Gewerkschaften und SPD müssen politische Wächter sein. Es gilt, das Fundament von Sozialstaat und kommunaler Selbstverwaltung gegen neue ungedeckte Steuersenkungsversprechen zu verteidigen.

In diesem Zusammenhang hob Michael Groschek am 7. Mai bei einer ver.di-Veranstaltung in Oberhausen hervor:

1. Der erste Schritt zu mehr Steuergerechtigkeit lautet: keine neuen leeren Versprechen, die Unternehmenssteuer zu senken.

2. Nach 30-jähriger Diskussion und 16-jähriger Untätigkeit der Kohl-Regierungen sind Sozialdemokraten in Land und Bund Garanten dafür, eine umfassende Gemeindefinanzreform auf den Weg zu bringen.
Hierzu zählt sowohl die Verzahnung von Arbeitlosen- und Sozialhilfe als auch die fiskalische Wiederbelebung einer wirtschaftbezogenen Gemeindesteuer.

Weder ein zitierter "Vorschlag nach stärkerer Beteiligung an der Körperschaftssteuer" noch die "Einführung einer Wertschöpfungssteuer" wurden von Groschek konkret gefordert. Er verwies vielmehr darauf, dass die Experten in der Vergangenheit grundsätzlich zwei Wege zur Stabilisierung der Gemeindefinanzen gesehen hätten, nämlich eine stärkere Beteiligung an der Umsatzsteuer, bzw. eine Revitalisierung der Gewerbesteuer.