Wettig-Danielmeier: Spenderliste war nicht belastbar

Inge Wettig-Danielmeier, Schatzmeisterin der SPD, erklärt zu den Äußerungen des CDU/CSU-Obmanns im Parteispenden-Untersuchungsausschuss, Andreas Schmidt, MdB:
Die mir am 14. März 2002 von dem Wirtschaftsprüfer Menger in einem „vorläufigen Bericht“ übermittelte „Spenderliste“ beruhte nach ausdrücklicher Aussage des Wirtschaftsprüfers vor dem Untersuchungsausschuss auf Analogieschlüssen und Vermutungen. Die Aufstellung des Wirtschaftsprüfers Menger hat keine abschließende und vollständige Zuordnung von Namen zu der uns vorliegenden anonymisierten Biciste-Liste erbracht, sie war nach Auffassung unserer Innenrevision nicht „belastbar“. Da ihre Veröffentlichung Nachteile für korrekte Spender gebracht hätte, musste sie einer weiteren Überprüfung unterzogen werden. Diese ist von der Innenrevision des Parteivorstandes und der Schmude-Kommission, die sich um die Vorbereitung der Parteiordnungsverfahren kümmert, umgehend in Angriff genommen worden. Die weiteren Prüfungen zeigen, dass immer noch Unklarheiten bestehen. Es ist deshalb nur politische Polemik, wenn der CDU/CSU-Obmann im Untersuchungsausschuss, Andreas Schmidt, eine frühere Veröffentlichung fordert.