Rüttgers manövriert die CDU in NRW endgültig ins politische Abseits

Zur Pressekonferenz von Jürgen Rüttgers erklärt der Generalsekretär der NRWSPD, Michael Groschek:

Die CSU will Stoiber als Kanzlerkandidaten und auch die meisten CDU-Landesvorsitzenden sowie führenden Köpfe der CDU aus NRW haben sich längst öffentlich auf Stoiber festgelegt. Dennoch nötigt Rüttgers seinen Vorstand zum Schulterschluss mit Merkel.

Das kann nur eins bedeuten: Rüttgers hat die Bundestagswahl längst als verloren abgeschrieben.
Koalitionspartner für die CDU sieht Rüttgers keine mehr: Die FDP ist ihm zu neoliberal, die Schill-Partei zu rechts, Grüne und PDS zu links und die SPD zu sehr in der Mitte. Damit steuert Rüttgers die CDU endgültig ins politische Abseits. Sein Versuch, der CDU in NRW mehr bundespolitischen Einfluss zu verschaffen ist gescheitert. Denn auch programmatisch hechelt Rüttgers der SPD schon lange nur noch hinterher. Der Politik der Mitte hat er nichts entgegenzusetzen.

Seine eigenen bundespolitischen Ambitionen hat Rüttgers zu den Akten gelegt, den Einfluss des größten CDU-Landesverbandes hat er gleich dazu gepackt. Die CDU-Mitglieder in NRW werden sich bald fragen, ob Rüttgers noch der geeignete Mann an ihrer Spitze ist.