Pressemitteilung:
Gerda Kieninger: Moderne Hochschulen brauchen moderne Frauenförderung
Anlässlich des heutigen Besuches des Arbeitskreises Frauenpolitik der SPD-Landtagsfraktion bei der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und dem Informationsaustausch mit der dortigen Gleichstellungsbeauftragten erklärte Gerda Kieninger, frauenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion: „Wir haben uns vor Ort über die tägliche Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten in den Zeiten des sogenannten Hochschulfreiheitsgesetzes informiert. Neben Fragen der schlechteren Rechtstellung der Gleichstellungsbeauftragten ging es dabei vor allem um die Einflussmöglichkeiten auf Personalentscheidungen und Mittelvergaben sowie Fortschritte bei Fragen der Familienfreundlichkeit in Studium und Lehre. Die Aufgabe und Bedeutung der Gleichstellungsbeauftragten an unseren Hochschulen kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Mit dem sogenannten Hochschulfreiheitsgesetz sind allerdings deren Stellung und Einflussmöglichkeiten deutlich geschwächt worden. Die jüngsten Ergebnisse bei der Verteilung der Mittel aus dem Innovationsfonds haben aber gezeigt, dass die Standorte gewinnen, bei denen wie in Düsseldorf Hochschule und Gleichstellungsbeauftragte offen und kooperativ miteinander umgehen."Bei dem Besuch wurden die SPD-Abgeordneten in ihrer Auffassung bestätigt, dass gezielte Frauenförderung an den Hochschulen weiterhin absolut notwendig sei, betonte Kieninger: „Zwar sind die Leistungen von jungen Frauen in Schule und Hochschule konstant überdurchschnittlich, aber sowohl auf dem akademischen Arbeitsmarkt, als auch im Bereich der Hochschulen sind Frauen immer noch deutlich unterrepräsentiert. Ein Hochlohnland wie NRW, das sich nur durch Spitzenleistungen in Forschung und Entwicklung auf dem Weltmarkt behaupten kann, kann sich einen solchen Umgang mit Akademikerinnen aber schon lange nicht mehr leisten.“
Kieninger sagte zu, wichtige Forderungen der Frauen an den Hochschulen in den Landtag einzubringen: „Vor allem müssen wir dringend die Vereinbarkeit von Familie, Studium und wissenschaftlicher Karriere deutlich verbessern. Hier muss das Land die Studentenwerke vor Ort wieder dringend stärker finanziell unterstützen. Darüber hinaus sind überflüssige bürokratische Hemmnisse abzubauen. Es ist nicht nachzuvollziehen, warum das Land jungen Müttern im Mutterschutzurlaub verbietet, mündliche Prüfungen abzulegen. Das ist Unsinn.“

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