Pressemitteilung:

  • 06. September 2007

Karsten Rudolph: Minister Wolf mauert

Zu der heutigen Sondersitzung des Innenausschusses, der sich auf Antrag der SPD-Landtagfraktion erneut mit dem schrecklichen sechsfachen Mafia-Mord in Duisburg beschäftigte, erklärte der innenpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Karsten Rudolph: "Der Innenminister informiert weder das Parlament noch die Öffentlichkeit - das lässt die Spekulationen ins Kraut schießen".

Die Fragestellungen der SPD-Fraktion richteten sich insbesondere auf den Inhalt eines Dossiers der italienischen Polizei, das Ende Juni an das BKA gegangen sein soll und nach Auskunft des Innenministeriums erst Anfang August der Duisburger Polizei vorlag. Der innenpolitische Experte der SPD-Fraktion wies darauf hin, dass sich das Innenministerium geweigert habe darüber Auskunft zu geben, ob die späteren Opfer in diesem Bericht bereits benannt worden sind. Karsten Rudolph: "Dieser Sachverhalt muss unbedingt aufgeklärt werden."

Mit Erstaunen reagierte Rudolph auf die Aussage des Innenministeriums, dass es sich bei dem schrecklichen Mord nicht um einen Fall der organisierten Kriminalität gehandelt habe. "Klar geworden auf schreckliche Weise ist, dass die organisierte Kriminalität auch vor Morden nicht zurückschreckt."