Pressemitteilung:

  • Düsseldorf, 25. Juli 2007

Die SPD in Nordrhein-Westfalen trauert um Jürgen Girgensohn.

61/2007
Jürgen Girgensohn (Foto: SVEN SIMON Fotoagentur GmbH & Co. Pressefoto KG)

Jürgen Girgensohn (Fotorechte: SVEN SIMON Fotoagentur)
Die SPD in Nordrhein-Westfalen trauert um Jürgen Girgensohn.

Er ist am 24. Juli 2007 im Alter von 82 Jahren in Nottingham verstorben. Mit ihm verlieren wir nicht nur einen engagierten Politiker. Wir verlieren auch einen großartigen Menschen.

Bevor Jürgen Girgensohn 1950 sein Studium an der Pädagogischen Akademie Lünen begann, arbeitete er als Landarbeiter, Forstarbeiter und Bauarbeiter.
Nach seinem Studium trat er 1952 als Lehrer in den Volksschuldienst ein. Von 1959 bis 1967 war er Realschullehrer an der Realschule Oberaden in Bergkamen.

1950 trat Jürgen Girgensohn in die SPD ein. Von 1967 bis 1984 war er Mitglied des SPD-Bezirksvorstandes Westliches Westfalen. 1972 wurde er stellvertretender Bezirksvorsitzender. Von 1964 bis 1970 war Jürgen Girgensohn Landrat im Kreis Unna.

Von 1966 bis 1985 gehörte Jürgen Girgensohn dem nordrhein-westfälischen Landtag an. Am 08.August 1970 wurde er als Kultusminister in die von Heinz Kühn geführte Landesregierung des Landes NRW berufen.

In seiner Amtszeit als Kultusminister des Landes NRW setzte er sich vor allem für die Verbesserung der Lage an den Grundschulen ein. Jürgen Girgensohn setzte gegen erbitterten politischen Widerstand der Konservativen die Einführung der integrierten Gesamtschule als Regelschule durch.

In seiner langjährigen Parteimitgliedschaft hat er stets dafür geworben, dass Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten selbstbewusst für ihre Grundwerte eintreten.
Das hat vielen Menschen Mut gemacht und der Partei immer wieder neue Kraft verliehen.

Mit dem Tod von Jürgen Girgensohn verliert das Land Nordrhein Westfalen eine große Persönlichkeit. Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in NRW werden ihn vermissen: den engagierten Weggefährten, den klugen Ratgeber und den zuverlässigen Freund.

Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt seiner Familie.

Hannelore Kraft