Pressemitteilung:
Hans Theo Peschkes: Tour de Ruhr - Schwarz-gelbe Landesregierung streicht Anti-Doping-Kampagne
"Mit dem Ausstieg aus der Live-Berichterstattung von der Tour de France haben ARD und ZDF das richtige Zeichen gesetzt. Der Kampf gegen das Doping muss unbeirrbar fortgesetzt werden. Dazu gehört vor allem auch eine konsequente Aufklärungsarbeit, die auf die dramatischen Folgen und Gesundheitsgefährdungen von Doping hinweist", erklärte heute der sportpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Hans Theo Peschkes. Die schwarz-gelbe Landesregierung in Nordrhein-Westfalen hingegen ignoriere das Problem. "Es ist absolut unverständlich, dass die von der rot-grünen Vorgängerregierung ins Leben gerufene Kampagne 'Falscher Einwurf', die Kinder und Jugendliche über Doping aufklärte, von der CDU-FDP-Koalition in Düsseldorf nicht verlängert wurde", kritisierte Peschkes. Für die vergleichsweise geringe Summe in Höhe von 300.000 Euro sei eine Riesenchance vertan worden. Da man davon ausgehen könne, dass es auch in Zukunft Dopingsünder geben werde, sei die Prävention im Antidopingkampf wichtiger denn je.Peschkes ergänzte, dass es Doping nicht nur im Berufssport gebe. "Nach Meinung von Fachleuten nehmen schätzungsweise 200.000 Freizeitsportler verbotene Dopingsubstanzen zu sich. Davor dürfen wir die Augen nicht verschließen; es ist ein gesellschaftliches Problem", sagte der SPD-Sportpolitiker. Insbesondere im Kinder- und Jugendbereich sei die Aufklärungsarbeit notwendig. "Wir müssen schon den jungen Sportlern klar machen, dass es fairen Sport und faire Wettkämpfe nur ohne Doping gibt. Noch nie hat die Gesellschaft so hinter dem Kampf gegen Doping gestanden. Diesen Rückenwind müssen wir ausnutzen und aktiv werden. Die Aktion 'Falscher Einwurf' muss mit einer weiterentwickelten Konzeption wieder ins Leben gerufen werden", forderte Peschkes abschließend.

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