Pressemitteilung:
Britta Altenkamp: Impfkontrolle muss im Kinderbildungsgesetz gesetzlich verankert werden
Eine gesetzliche Verankerung der Impfkontrolle im Kinderbildungsgesetz forderte heute die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Britta Altenkamp, in Düsseldorf. "Die massenhaften Masernerkrankungen in jüngster Zeit haben deutlich gemacht, dass unverbindliche Appelle allein nicht reichen. Wir brauchen eine gesetzliche Grundlage, die es den Kindertagesstätten ermöglicht, den Impfstatus aller Kinder verbindlich zu erfassen", erklärte Altenkamp. "Die Träger müssen darin unterstützt werden, nur Kinder in ihre Einrichtung aufzunehmen, die alle von der Weltgesundheitsorganisation für Europa empfohlenen Schutzimpfungen nachweisen können." Nur so könne man vor allem junge Eltern für das Thema sensibilisieren.Masern gelten auch heute noch als die tödlichste der durch Schutzimpfungen vermeidbaren so genannten Kinderkrankheiten. Deutschland verzeichnete noch im Mai dieses Jahres die höchste Quote an Maserninfektionen in Europa. Es gab bundesweit mindestens 263 Masernfälle. Die höchste Zahl der Maserninfektionen fand sich dabei in Nordrhein-Westfalen: Hier war die Zahl der Infektionen innerhalb einer Woche von 90 auf 130 gestiegen. In Bayern waren 90 Erkrankungen aufgetreten. 43 Fälle verteilten sich auf mehrere Bundesländer wie Rheinland-Pfalz (16), Hessen (9), Baden-Württemberg (7), Schleswig-Holstein (5) und Niedersachsen (4) (Zahlen vom 6. Mai 2007, Spiegel Online). Einen ersten traurigen Höhepunkt erreichten die Masernfälle zuletzt durch den Tod eines dreizehn Monate alten sowie eines dreijährigen Jungen, beide in Duisburg.
"Auch wenn eine Infektionskrankheit nicht an den Landesgrenzen Halt macht, herrscht damit in NRW unverkennbar der dringlichste Handlungsbedarf", sagte Altenkamp.

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