Pressemitteilung:
Ute Schäfer: 50 Cent helfen keinem armen Kind
"Als beispiellose Symbolpolitik" kritisierte heute die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Ute Schäfer, die Ankündigung des Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers, 400.000 Euro für die Unterstützung von Kindern aus einkommensarmen Familien zur Verfügung zu stellen. "Die Reaktion der Landesregierung auf den NRW-Sozialbericht ist blanker Hohn", sagte Schäfer. "Wer Kinderarmut und die daraus resultierenden sozialen Benachteiligungen wirklich bekämpfen will, muss eine ganztägige Gemeinschaftsschule für alle schaffen. Dort erhalten Kinder und Jugendliche dann nicht nur die notwendige warme Mahlzeit am Mittag, sondern auch eine ihren Begabungen entsprechende Förderung am Nachmittag. Dafür muss der Ministerpräsident allerdings mehr Geld in die Hand nehmen als 400.000 Euro."Der NRW-Sozialbericht 2007 hatte alarmierende Ergebnisse zur Kinderarmut in Nordrhein-Westfalen ans Tageslicht gebracht. Laut dem Bericht haben Kinder und Jugendlichen in NRW "ein überdurchschnittlich hohes Armutsrisiko". 46, 1 Prozent der einkommensarmen Personen im Alter von 18 bis 65 Jahren haben das Bildungssystem ohne Abschluss verlassen. "Die Ankündigung von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers 400.000 Euro an Ehrenamtliche zu verteilen, um die laut NRW-Sozialbericht rund 800.000 Kindern aus einkommensarmen Familien zu unterstützen entlarvt sich selbst", erklärte Schäfer. "50 Cent pro Kind - den Rest sollen die ohnehin finanziell überforderten Kommunen leisten. Hier zeigt sich die politische Hilflosigkeit eine Landesregierung, die mal wieder ihre Verantwortung auf die Kommunen abwälzt."

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