Pressemitteilung:

  • 10. Mai 2007

Karl Schultheis: Landesregierung stellt sich hochschulpolitisches Armutszeugnis aus

"Die Landesregierung beweist einmal mehr ihre hochschulpolitische Ahnungslosigkeit, wenn sie über Studiengebühren Tausende junger Menschen in NRW vom Studium abschreckt und gleichzeitig eine Initiative für ausländische Hochqualifizierte startet" kritisierte der hochschulpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Karl Schultheis, heute in Düsseldorf.

Alles, was die schwarz-gelbe Landesregierung in der Hochschulpolitik anpacke, führe dazu, dass in Zukunft weniger junge Menschen an den Universitäten und Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen ausgebildet werden. Da passe es wie die Faust aufs Auge, wenn Innenminister Wolf nun eine Initiative für ausländische Hochqualifizierte starte, erklärte Schultheis. "Offensichtlich hat Wolf erkannt, dass die Hochschulpolitik seines Kabinettskollegen in eine Sackgasse führen wird und stellt ihm mit seiner Bundesratsinitiative ein Armutszeugnis aus." Studiengebühren, die Schließung von Studiengängen und die Konzeptionslosigkeit bezüglich des doppelten Abiturjahrganges in 2013 würden viele Studienberechtigte von der Aufnahme eines Studiums abhalten, erläuterte der SPD-Hochschulexperte. "Das sind die hausgemachten Ursachen der CDU-FDP-Koalition für einen steigenden Mangel an Hochqualifizierten."

Wenn die NRW-Landesregierung beim Bund in Berlin für mehr Hochqualifizierte sorgen wolle, dann müsse sie sich der Forderung der SPD anschließen und in Berlin für eine Erhöhung des Bafög eintreten, betonte Schultheis. "Damit werden die Chancen junger Menschen erhöht, ein Studium aufzunehmen. Aber hier herrscht schwarz-gelbe Funkstille."