Pressemitteilung:
Ute Schäfer: Wahl der Schulform muss Elternsache bleiben
"Die Ergebnisse des Prognoseunterrichts, wonach 38 Prozent der Grundschulempfehlungen korrigiert worden sind, macht deutlich, wie fehlerhaft die verbindliche Schulformzuweisung nach der vierten Klasse ist. Der Elternwille darf bei dieser wichtigen Entscheidung nicht ausgegrenzt werden. Zudem bin ich gespannt, wie viele der betroffenen Eltern klagen werden. Vor dem Hintergrund, dass führende Verfassungsrechtler auf die Verfassungswidrigkeit des Prognoseunterrichts verweisen, scheint dies ein erfolgversprechender Weg zu sein", erklärte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Ute Schäfer, anlässlich der heute präsentierten Ergebnisse des Prognoseunterrichts, nach denen 1.850 Kinder nicht die Schulform besuchen dürfen, die von den Eltern gewünscht wurde.Schäfer erneuerte die Kritik an dem von CDU und FDP eingeführten Instrument, das den Elternwille aushebele und nicht verlässlich sei. "Ich bleibe dabei: Es ist ein Skandal, dass Kinder mit neuen oder zehn Jahren mit einem mehrtägigen "assessment" konfrontiert und durch Personen, die ihnen völlig unbekannt sind, beurteilt werden. Das ist nicht kindgerecht, verschärft die Selektion und mindert die Bildungsbeteiligung", so Schäfer.

Die NRWSPD ist auch hier aktiv: