Pressemitteilung:

  • 19. April 2007

Gisela Walsken: SPD beantragt Sondersitzung zu WestLB-Affäre

Die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Gisela Walsken, kritisierte den heutigen Auftritt des WestLB-Vorstandsvorsitzenden Thomas Fischer im Haushalts- und Finanzausschuss des Landtags: "Ich bin zutiefst enttäuscht über das heutige Auftreten von Herrn Fischer im Haushalts- und Finanzausschuss - so habe ich mir eine Zusammenarbeit nicht vorgestellt. Statt zur Aufklärung in der WestLB-Affäre über millionenschwere Fehlspekulationen und Regelverstöße durch Aktienhändler beizutragen, hat sich der Vorstandsvorsitzende hinter einer Mauer des Schweigens verschanzt und nicht eine einzige Frage der Abgeordneten beantwortet." Dies habe auch für Fragen gegolten, die an keiner Stelle die Geheimhaltungsvorschriften des Handels- und Aktienrechtes tangierten. Gisela Walsken: "Durch dieses Verhalten trägt Fischer nicht dazu bei, den Ruf der Bank nachhaltig zu festigen. Er hätte Antworten geben können."

Der Vorstandsvorsitzende hatte sein Schweigen mit der außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrates der WestLB und den Sitzungen des Prüfungs- und des Risikoausschusses der Bank am kommenden Mittwoch begründet. Walsken: "Die SPD-Landtagsfraktion hat deshalb eine Sondersitzung des Haushalts- und Finanzausschusses beantragt. Diese kann aus unserer Sicht unverzüglich nach der Aufsichtsratssitzung in der kommenden Woche stattfinden."