Pressemitteilung:

  • 13. März 2007

Frank Sichau: Mögliches Justizversagen nach Doppelmord von Mönchengladbach muss rückhaltlos aufgeklärt werden

Eine rückhaltlose Aufklärung über die Umstände des Doppelmordes von Mönchengladbach hat der justizpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Frank Sichau, gefordert. Trotz eines Hinweises der Anwältin und einer telefonischen Warnung des zuständigen Richters an die Staatsanwaltschaft sei der mit Haftbefehl gesuchte Täter nicht verhaftet worden, als er an einem Sorgerechtsprozess am Familiengericht Mönchengladbach teilnahm. "Die Umstände dieser schrecklichen Tat müssen lückenlos aufgeklärt werden. Sollten sich die Vorwürfe gegen die Justiz, die jetzt im Raum stehen, als richtig erweisen, darf dies nicht als Justizpanne abgetan werden. Zwei unschuldige Frauen haben ihr Leben verloren. Ein mögliches Justizversagen muss Konsequenzen haben, notfalls auch personelle. Wir erwarten, dass das Justizministerium umgehend den Landtag und die Öffentlichkeit rückhaltlos über die Umstände dieses ungeheuerlichen Verbrechens aufklärt", erklärte Sichau heute in Düsseldorf.