Pressemitteilung:

  • 05. Februar 2007

Rainer Schmeltzer: Lage auf dem Ausbildungsmarkt bleibt angespannt

Als ernüchternd hat der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Rainer Schmeltzer, die heute von Arbeitsminister Laumann vorgestellten Ergebnisse zum Ausbildungskonsens bezeichnet. Erfreulich sei, so Schmeltzer, dass die Zahl der Ausbildungsverhältnisse in Nordrhein-Westfalen steige. "Das reicht jedoch nicht aus. Im vergangenen Jahr haben schon mehr als 10.000 Ausbildungsplätze in Nordrhein-Westfalen gefehlt. 2007 werden nochmals 5.000 Jugendliche mehr die Schulen verlassen als im Vorjahr. Und wegen der Studiengebühren gehen weniger junge Menschen an die Hochschulen. Diese zusätzliche Belastung des Ausbildungsmarktes verschweigt der Arbeitsminister. Die Landesregierung versucht mit weißer Salbe die Ursachen der Ausbildungsmisere zu therapieren. Die Wurzeln des Übels reichen jedoch tiefer", betonte der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende.

Eine Konsequenz müsse sein, die Schulministerin in den Ausbildungskonsens einzubinden. Schmeltzer: "Das ist in den vergangenen Jahren unterblieben, aber sinnvoll. Denn in den Schulen muss der Grundstein für die berufliche Zukunft der Jugendlichen gelegt werden. So brauchen wir eine engere Verzahnung der Schulen mit den Betrieben vor Ort. Die Kinder müssen lernen, welche Anforderungen an sie gestellt werden und wie wichtig die Berufsausbildung für das eigene soziale und wirtschaftliche Fortkommen ist. Das Problem kann nicht mit Projekten und Initiativen gelöst werden, sondern durch gemeinsames Handeln der Schulministerin und des Arbeitsministers."