Pressemitteilung:

  • 31. Januar 2007

Bodo Wißen: Neuorganisation des Nahverkehrs ist ein Treppenwitz


Bodo Wißen, verkehrpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion
„Da hat sich Ankündigungs- und Verkehrsminister Wittke selbst übertroffen. Nachdem er monatelang erklärt hatte, die Anzahl der neun Verkehrsverbünde müsse deutlich reduziert werden, legt die schwarz-gelbe Landesregierung nun ein Modell zur Neuorganisation des Nahverkehrs in Nordrhein-Westfalen vor, das neben den neun Verkehrsverbünden noch drei zusätzliche Kooperationsräume vorsieht. Das ist ein Treppenwitz“, sagte der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Bodo Wißen, heute in Düsseldorf.

Die Bürgerinnen und Bürger in NRW würden durch Wittkes Reformvorschläge hart getroffen, kritisierte Wißen: "Die künftige pauschale Weiterleitung von Betriebskosten und Investitionsmitteln wird als 'flexibler Mitteleinsatz' getarnt, um die erhebliche Reduzierung der Zuschüsse zu verschleiern. Am Ende werden die Kürzungen, die die schwarz-gelbe Landesregierung nicht abfedern will, durch Preissteigerungen auf die Kunden abgewälzt." Zusätzlich betroffen seien Pendler im ländlichen Raum durch das von Wittke vorgestellte Landesschienennetz. Wißen: "Neben den Regionalexpressverbindungen gehören nur drei Regionalbahnen dazu und werden auf Dauer Bestand haben. Welche Verbindungen demnächst gekappt werden, sollen die Kooperationsräume entscheiden. Wittke drückt sich hier vor der Verantwortung."