Pressemitteilung:

  • 10. Januar 2007

Ute Schäfer: Ausbildungsordnung für die Sekundarstufe I muss korrigiert werden

"Sollte die von der CDU-FDP-Regierung eingebrachte Ausbildungsordnung für die Sekundarstufe I so realisiert werden, müssen die Lehrerinnen und Lehrer künftig jährlich 360 Kopfnoten pro Klasse geben. Das ist absurd", urteilte Ute Schäfer, stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, und forderte Schulministerin Sommer auf, die Ausbildungsordnung zu korrigieren. In der Expertenanhörung des Schulausschusses zu diesem Thema hätte Prof. Dr. Klaus Tillmann erläutert, dass ein Lehrer demnächst zwei Mal im Jahr pro Schüler sechs Kopfnoten in einer Klasse geben müsse. In einer Klasse mit 30 Schülern seien das dann 360 Kopfnoten.

Zudem hätten die Experten wiederholt bestätigt, dass die angeblich verbesserte Durchlässigkeit lediglich eine Worthülse sei, berichtete die SPD-Bildungspolitikerin. Schäfer: "Wenn die Verkürzung der Lernzeit zum Abitur nach zwölf Schuljahren ausschließlich zu einer Verdichtung in den Klassen 5 bis 9 des Gymnasiums führt, dann wird der Wechsel dorthin von einer anderen Schulform unmöglich."