Pressemitteilung:

  • 01. Dezember 2006

Elisabeth Koschorreck: Kulturarbeit an gesellschaftliche Veränderung anpassen

"Auch die Kultur muss sich auf eine älter werdende Gesellschaft einstellen. Der demographische Wandel verändert die Gesellschaft, aber auch die Lebensweise der vielen älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger ändert sich. Daher muss sich auch die Kulturarbeit für diese Zielgruppe neu aufstellen. Es müssen neue Ansätze entwickelt werden, die das Interesse der älteren Menschen an kultureller Teilhabe ernst nehmen und sie befähigen selbst kulturell aktiv zu werden", betonte die stellvertretende kulturpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Elisabeth Koschorreck. Die SPD-Fraktion habe dazu einen Antrag "Kultur und Alter" in den Landtag eingebracht. Koschorreck: "Wir müssen eine gesellschaftliche Debatte anstoßen. Die Landesregierung ist gefordert, Konzepte für eine neue Kulturarbeit vorzulegen."

Dabei gehe es nicht allein um den Zugang zu Einrichtungen der Hochkultur, sondern besonders um das vielfältige Aktivitätsspektrum der Breitenkulturarbeit. "Vorhandene Potentiale werden von der Landesregierung bisher nicht genutzt", erklärte die SPD-Kulturpolitikerin. Dies gelte im Besonderen für das vielfältige ehrenamtliche Engagement im kulturellen Bereich. Es müssten Mittel und Wege gefunden werden, so Koschorreck, solche Leistungen mit einer besonderen Wertschätzung zu versehen und sie durch Weiterbildung und Qualifizierung von aktiven Senioren und Seniorinnen aufzuwerten. Handlungsbedarf bestehe zudem bei der Einbeziehung älterer Menschen mit Migrationshintergrund. Koschorreck: "Deren künstlerische Arbeit in Kooperation mit der bestehenden Kultur ist als identitätsstiftend und nicht als identitätsbrechend zu verstehen."