Pressemitteilung:
Marc Jan Eumann: Schwarzer Oktober für Telekommunikationsbranche in NRW
Neue Alarm-Meldung für die Telekommunikationsbranche NRW: Der Handy-Ausrüster Balda in Bad Oeynhausen hat heute den Verkauf seines Werkes in Herford angekündigt. E-Plus denkt inzwischen laut über eine Verlegung des Unternehmenssitzes von Düsseldorf an einen Standort außerhalb Nordrhein-Westfalens nach. Damit würden weitere 1.200 Arbeitsplätze in NRW gefährdet. "Während sich der Ministerpräsident in Attacken gegen Manager in Taipeh gefällt, häufen sich vor der eigenen Haustür die schlechten Nachrichten", kritisierte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Marc Jan Eumann, heute in Düsseldorf. Er verwies zudem auf die Negativ-Nachrichten der vergangenen Wochen: Nach dem BenQ-Paukenschlag wolle auch die Deutsche Telekom AG bis zu 23.000 zusätzliche Arbeitsplätze streichen.Eumann warf der Landesregierung vor diesem Hintergrund vor, keine Strategie für die Zukunftsbranche Telekommunikation zu haben: "NRW ist auf dem besten Wege den internationalen Anschluss zu verlieren, auch weil Wirtschaftsministerin Thoben ihren Job nicht macht. Sie muss ein innovatives NRW-Netzwerk Telekommunikation knüpfen, um den heimischen Standort zu stärken." Das Land müsse Handyhersteller und ihre Zulieferer, Telekommunikationsanbieter und Softwareentwickler, Hochschulen und Wirtschaftsförderer zusammenbringen, verlangte Eumann. Eine Symbolpolitik ohne Nachhaltigkeit allein reiche eben nicht. Eumann: "Nach 18 Monaten muss die Landesregierung endlich wirtschaftspolitische Verantwortung übernehmen. Es geht um mehr als den Erhalt von Arbeitsplätzen - der Medien- und Telekommunikationsmarkt ist eine der Zukunftsbranchen, die über eine wettbewerbsfähige Infrastruktur in Nordrhein-Westfalen entscheiden."

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