Pressemitteilung:
Armin Jahl: AfA-Landesvorstand legt Leitlinien für solidarische Gesundheitsreform vor
PM 60/2006
Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) in Nordrhein-Westfalen, Armin Jahl, erklärt:Der AfA-Landesvorstand begrüßt, dass nach den vereinbarten Eckpunkten zur Gesundheitsreform:
Entschieden lehnt der AfA-Landesvorstand hingegen die Einführung eines Gesundheitsfonds sowie Zusatzbeiträge von Versicherten ab. Durch den geplanten Gesundheitsfonds würden die Kassen gezwungen, weitere Prämien zu erheben und dadurch die Versicherten übermäßig und vor allem einseitig belasten. Die Folge dieser Zusatzprämie wäre die Zerstörung des Solidarprinzips.
Eine solidarische Gesundheitsreform muss nach Auffassung des AfA-Landesvorstandes folgende Punkte berücksichtigen:
Der AfA-Landesvorstand ist gegen das Einfrieren des Arbeitgeberbeitrages. Dies wäre der endgültige Abschied aus der paritätischen Finanzierung im Gesundheitssystem. Die Arbeitgeber würden auf Dauer entlastet und die zu befürchtenden zukünftigen Kostensteigerungen einseitig den Versicherten aufgebürdet.
Über die Höhe der Einzahlungen in den Gesundheitsfonds bzw. über die Höhe der Beiträge soll in Zukunft der Gesetzgeber entscheiden. Dies würde der Selbstverwaltung die Finanzhoheit entziehen und wäre die faktische Entmachtung der Selbstverwaltung durch Versicherte und Arbeitgeber.
Eine systematische Unterfinanzierung des Gesundheitsfonds ist vorprogrammiert und hätte zur Folge, dass aus einer kleinen Zusatzprämie schnell eine große wird.
Eine Steuerfinanzierung darf nicht den Gesetzmäßigkeiten des Tagesgeschäftes unterworfen werden (siehe Tabaksteuer). Eine Grundsatzentscheidung über die Höhe einer nachhaltigen Finanzierung ist notwendig. Dabei ist auch darüber zu entscheiden, welche Steuermittel eingesetzt werden sollen.

Die NRWSPD ist auch hier aktiv: