Pressemitteilung:

  • 01. August 2006

Karsten Rudolph: Bewerbungschaos bei der Polizei muss beendet werden

„Wenn der nordrhein-westfälische Innenminister schon nur noch knapp 500 Polizeianwärter aufnehmen will, dann muss er wenigstens sicherstellen, dass das Einstellungs- und Auswahlverfahren auch reibungslos verläuft", erklärte der innenpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Karsten Rudolph, angesichts des Durcheinanders im Bewerbungsverfahren bei der Polizei. „Zuerst spart die schwarz-gelbe Landesregierung die Einstellungsberater ein, um dann festzustellen, dass die elektronische Bewerbung bei der Polizei noch gar nicht funktioniert. Die dadurch entstehende Verzögerung der Bewerbungsmöglichkeit für junge Menschen, die in den gehobenen Dienst der Polizei wollen, ist völlig unakzeptabel", stellte Rudolph fest. Der erste Eindruck, den die Bewerberinnen und Bewerber von der Polizei erhielten, sei geradezu fatal und würde hoch qualifizierte und motivierte junge Leute eher abschrecken.

Der innenpolitische Experte der Fraktion forderte die Landesregierung auf, die eingegangenen Bewerbungen unverzüglich zu bearbeiten. Rudolph: "Der Innenminister muss dafür ausreichendes Personal zusammen ziehen und ein klares Bewerbungsverfahren vorgeben. Denn Fakt ist: Per Internet kann man sich momentan nicht bewerben und schriftlich soll man sich grundsätzlich nicht bewerben; das Chaos ist perfekt.“



Zur Information:
In diesem Jahr wurde bei der Polizei in NRW das bislang schriftliche Bewerbungs- und Auswahlverfahren auf ein IT-gestütztes Verfahren umgestellt. Wie sich jetzt herausstellt, funktioniert die Software für die Bewerbung über das Internet nicht. Vorliegende Bewerbungen können aus Personalmangel nicht in das System eingepflegt werden. Die Bewerber erhalten ihre Unterlagen zurück. In einem Brief wird ihnen mitgeteilt, sie könnten sich im 'begründeten Ausnahmefall' schriftlich bewerben.