Pressemitteilung:

  • 20. Oktober 2005

Marc Jan Eumann: Eine Zeitung ist etwas Besonderes

"Die Berliner Zeitung ist eine wichtige publizistische Stimme. Deswegen appelliere ich an den Holtzbrinck Medienkonzern, den beabsichtigten Verkauf an ein britisches Konsortium zu überdenken. Im internationalen Vergleich ist die deutsche Zeitungslandschaft herausragend. Diese publizistische Vielfalt ist und bleibt eine wichtige Säule unserer demokratischen Gesellschaft", sagte der für Medien zuständige stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Marc Jan Eumann, heute in Düsseldorf.

Eine von der SPD beantragte Große Anfrage zur Zeitungslandschaft aus der vergangenen Legislaturperiode habe aufgezeigt, welche Umbrüche die Zeitungslandschaft zur Zeit durchlebe, so der Medienpolitiker. Es stehe außer Frage, dass der Berliner Zeitungsmarkt - nicht nur aus kartellrechtlichen Gründen - ein besonderer sei. Eumann: "Um die publizistische Vielfalt zu sichern und die Unabhängigkeit zu bewahren, halte ich aber die vom Medienkonzern Holtzbrinck offensichtlich favorisierte Lösung für nicht geeignet." Dies gelte erst recht auch mit Blick auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Erhebliches zur wirtschaftlichen Stabilisierung des Berliner Verlages beigetragen hätten. "Eine Zeitung ist und bleibt etwas Besonderes. Es kann hier nicht allein um den höchsten Preis gehen. Ebenso entscheidend ist eine auf Dauer und Erfolg angelegte publizistische Perspektive für den Berliner Verlag. Es ist erkennbar, dass andere, deutsche Zeitungsverlage wie die Neven DuMont-Gruppe oder der WAZ-Konzern diese publizistische Perspektive sicherstellen. Deshalb sollte diesen Partnern der Vorzug gegeben werden", betonte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Marc Jan Eumann.