Pressemitteilung:

  • 08. August 2005

Britta Altenkamp: Konservatives Gesellschaftsverständnis lässt Aufklärung keinen Raum

Das Taktieren der Landesregierung der letzten Tage zeigt die Richtung, die die Landesregierung einschlägt: Diskriminierung statt Aufklärung. "Für die Landesregierung existiert lediglich das traditionelle Familienbild. Abweichende Lebensformen deklariert sie als 'unnormal' und will sie aus der Gesellschaft entfernen. Leitbild ist ein nicht zeitgemäßes und vor allem realitätsfremdes Gesellschaftsbild" erklärte die jugendpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Britta Altenkamp.

Will man die Homepage www.diversity-in-europe.org besuchen, erscheint der Hinweis, dass die Homepage überarbeitet werde. "Tatsächlich handelt es sich um ein diskriminierendes Vorgehen der Landesregierung" so Britta Altenkamp. Denn auf der mit Mitteln der Europäischen Kommission geförderten Homepage soll über Homo- und Bisexualtität informiert werden. Auf dieser Homepage war das Lehrerhandbuch "Mit Vielfalt umgehen: Sexuelle Orientierung und Diversity in Erziehung und Beratung" zu finden.

Dieses wurde bereits im Vorhinein von der Schulministerin Sommer gesperrt. Die Landesregierung hatte erklärt nicht für homosexuelle Lebensformen "werben" zu wollen. "Statt den Jugendlichen bei ihrer Identitätsfindung die größtmögliche Unterstützung zukommen lassen, will die neue Schulministerin den Jugendlichen den Eindruck vermitteln, Homosexualität sei eine Schande" erklärte Britta Altenkamp.

Das Projekt, an dem fünf europäische Länder beteiligt sind, wurde eingerichtet um Vorurteile gegenüber schwulen, lesbischen und bisexuellen Bürgerinnen und Bürgern abzubauen. Daran scheint die Landesregierung kein Interesse zu haben, obwohl in der Vergangenheit die Federführung dieses Projekts beim Land Nordrhein-Westfalen lag. Während sich die Gesellschaft vorwärts entwickle, mache die Landesregierung große Schritte rückwärts. "Eine nordrhein-westfälische Landesregierung muss vorwärts gehen" so Britta Altenkamp