Pressemitteilung:
SPD-Fraktion bedauert schlechtes Abschneiden von NRW bei Pisa-E
"Auch die SPD bedauert das schlechte Abschneiden Nordrhein-Westfalens bei Pisa-E. Die heute vorgelegten Vorergebnisse zum Ländervergleich PISA 2003 zeigen deutlich, dass in Nordrhein-Westfalen immer noch eine große Kraftanstrengung nötig ist, um alle Schüler, egal welcher Schulform, fit zu machen für die Zukunft", sagte ein Sprecher der SPD-Landtagsfraktion.Die SPD-Fraktion stimme Schulministerin Sommer ausdrücklich zu, dass sich aus den Ergebnissen zweier Testreihen noch keine gesicherten Aussagen über stabile Trends ableiten ließen, betonte der Sprecher. Denn die Basiserhebung für diesen Schulleistungsvergleich habe im Frühjahr 2003 stattgefunden und 16 Monate seien ein viel zu kurzer Zeitraum, um Erfolg oder Misserfolg bescheinigen zu können.
Denn seit dem Erscheinen der ersten Schulleistungsstudie in 2001 sei ein Bündel von Maßnahmen eingeleitet worden in der Sprachförderung, der Einführung von standardorientierten Kernlehrplänen, Lernstandserhebungen in Klasse 4 und 9, die Einführung des Mittleren Bildungsabschlusses nach Klasse 10, die Einführung des Zentralabiturs, die konsequente Ausweitung des Ganztagsschulbereichs, die gezielte Sprachförderung von Haupt- und Gesamtschülern in sozialen Brennpunkten, die generelle Ausweitung der Unterrichtszeit für die Sekundarstufe I ab 2005 und vieler weiterer Neuerungen. "Die Ergebnisse dieser Leistungen sind aber noch nicht in die zweite Studie eingeflossen", gab der Sprecher zu bedenken.
Die SPD-Fraktion appelliere deshalb an die Landesregierung, so der Sprecher, die vollständigen Ergebnisse, die im Herbst veröffentlicht werden, abzuwarten, bevor sie mit den Arbeiten an einem neuen Schulgesetz beginne. Zudem solle Ministerin Sommer, wie sie es im Schulausschuss angekündigt habe, die Evaluation der eingeleiteten Maßnahmen ergebnisoffen prüfen. "Wir werden die Diskussion über die Zukunft der Schule offen, ohne ideologische Scheuklappen mit den Bürgerinnen und Bürgern, den Verbänden und der Landesregierung führen", unterstrich der Sprecher.

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