Pressemitteilung:

  • 09. Mai 2005

Edgar Moron: Die grosse Ratlosigkeit des Jürgen Rüttgers

"Sollte es noch Zweifel gegeben haben an der Ratlosigkeit auch des CDU-Spitzenmannes, wenn es darum geht, Lösungen drängender politischer Aufgaben zu liefern, hier werden sie beseitigt." Dieses vernichtende Urteil über den NRW-CDU-Vorsitzenden Rüttgers hat die "Welt am Sonntag" in ihrer gestrigen Ausgabe veröffentlicht. Die Zeitung rezensierte Rüttgers Buch "Worum es heute geht". "Offenbar ist Rüttgers Buch genau so ideenlos wie seine Politik", kommentiert SPD-Fraktionsvorsitzender Edgar Moron. Hinzu komme, dass Rüttgers sich oft nicht im Griff habe.

Moron erinnert daran, dass die große Ratlosigkeit den CDU-Landesvorsitzenden schon oft zu gedankenlosen Kommentaren verleitet habe. So seine Feststellung vor zwei Wochen, die katholische Kirche und ihr Menschenbild seien anderen überlegen. Im Wahlkampf 2000 sei es das unsägliche "Kinder statt Inder"-Zitat gewesen. Und im Februar 2000 habe Rüttgers den Vorschlag von Johannes Rau, die Amtszeit des Bundespräsidenten auf sieben Jahre zu verlängern und auf eine Wahlperiode zu begrenzen mit den Worten kommentiert, das sei so, als wenn "die angeschossene Wildsau nach der Änderung des Jagdgesetzes ruft". "Wer immer wieder so gedankenlos redet, ist für ein Regierungsamt nicht geeignet", stellt Moron fest.