Pressemitteilung:

  • 28. April 2005

Edgar Moron: Gestern soziale Alternative, heute Kapitalismus pur

"Man weiß bei Jürgen Rüttgers nie, woran man mit ihm ist", kommentierte SPD-Fraktionsvorsitzender Edgar Moron. Der NRW-CDU-Vorsitzende hatte auf einer Parteiveranstaltung die von Franz Müntefering angestoßene Kapitalismusdebatte kritisiert. Moron erinnerte daran, dass Rüttgers in der Hartz-Debatte noch die soziale Alternative zur SPD sein wollte. Jetzt verteidige er einen unkontrollierten Kapitalismus. "Jürgen Rüttgers ist wetterwendig wie der Hahn an der Kirchturmspitze, er dreht sich immer dorthin, woher gerade der Wind weht", stellte Moron fest.

Mit seiner Kritik an Franz Müntefering stärke Rüttgers denen den Rücken, die um des Profites willen Firmen ausplündern und zerschlagen, und er applaudiere den Zahnarztfunktionären und Managern, die ihre Gehälter um bis zu 300 Prozent erhöhen. Jürgen Rüttgers ignoriere völlig die Sorgen der Menschen, die unter den Folgen eines unkontrollierten Kapitalismus leiden. Rüttgers behaupte zwar, die CDU stehe für "soziale Partnerschaft". In Wahrheit habe sich die heutige neoliberale Union längst von der sozialen Marktwirtschaft eines Ludwig Erhard verabschiedet. Es gehe nicht um "Klassenkampf", wie Rüttgers behaupte. "Es geht darum, unsere Gesellschaft nicht in Klassen zu spalten", kommentierte Moron.