Pressemitteilung:

  • 21. Januar 2005

Marc Jan Eumann: Rahmenbedingungen für Digitales Radio verbessern

Der stellvertretende Vorsitzende und medienpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Marc Jan Eumann erklärt: "Es ist unbestritten: Das Digital Radio DAB bietet gegenüber dem UKW-Frequenzbereich deutliche Vorteile. Mit DAB ist es möglich, die Programmvielfalt und das Programmangebot zu erweitern. Zusätzliche Services werden möglich, so etwa Textinformationen zu Flug- oder Bahnfahrplänen, Veranstaltungshinweisen und Staumeldungen. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Wir leben in einer digitalen Welt, für das Radio darf es keine analoge Insel geben.

Doch auch dies ist bei der heutigen Anhörung im Medienausschuss des Landtags von Fachleuten Expertinnen und Experten zu dem Digital Radio nochmals deutlich geworden: DAB steht am Scheideweg. Die Markteinführung ist ein komplexes Unterfangen. Und es zeigt sich, dass Politik, Rundfunktreibende und Gerätehersteller noch keine gemeinsame tragfähige Strategie und keine Organisationsstruktur entwickelt haben, die eine erfolgreiche flächendeckende Einführung des digitalen Hörfunk-Standards ermöglicht hätte.

Während in Großbritannien bereits ein deutlich verändertes Hörerverhalten zugunsten von DAB festzustellen ist, lässt der Durchbruch in Deutschland trotz erheblicher Investitionen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und des Engagements der Industrie auf sich Warten. Klar ist deshalb: Wir brauchen neue Impulse. Die Services von DAB müssen so konzipiert sein, dass sie einen Mehrwert darstellen, der den Markteintritt ermöglicht. Nur wenn der kommerzielle Erfolg der Technologie sichtbar wird, werden auch die privaten Hörfunkveranstalter und die Gerätehersteller entsprechende Services und Produkte anbieten.

Die heutige Anhörung war ein guter Auftakt zur Formierung einer konzentrierten Strategie für DAB. Die SPD-Fraktion im Landtag Nordrhein-Westfalen wird sich für die Formulierung dieser Strategie engagieren.