Pressemitteilung:
Marc Jan Eumann: Medienkonzerne sind in NRW willkommen - Das Medienland NRW ist ein starker Partner
Auf Initiative der SPD-Fraktion hat sich heute der Medienausschuss des Landtags von Nordrhein-Westfalen mit der aktuellen Situation bei VIVA befasst. Für die SPD-Fraktion erklärte Marc Jan Eumann, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und medienpolitischer Sprecher:"Wir haben drei Ziele:
1.Möglichst viele Arbeitsplätze der VIVA Media AG in NRW zu erhalten. Die Beschäftigten brauchen schnell eine Perspektive - möglichst in NRW.
2.Die VIVA Media AG ist ein erfolgreiches Unternehmen und eine erfolgreiche Marke aus NRW. Niemand kann ein Interesse haben, daran etwas zu ändern. Deswegen ist es notwendig, die Kompetenz und die Kreativität des Unternehmens beispielsweise in den Bereichen Musik und Entertainment zu nutzen und in NRW auszubauen.
3.NRW ist gerade mit Blick auf den Fernsehmarkt das wichtigste Land in Deutschland. Hier entstehen die meisten Fernsehproduktionen, es gibt hervorragende Fachkräfte, eine exzellente Infrastruktur, die meisten Kabelhaushalte - vieles andere mehr. Alles gute Gründe auch für einen US-amerikanischen Medienkonzern wichtige Teile seiner Aktivitäten auch in und aus Nordhrein-Westfalen zu steuern."
Die Übernahme der Viva Media AG verdeutlicht zugleich, dass sich der Medienmarkt in einem weltweiten Konzentrationsprozess befindet. Daher regt der Medienpolitiker an, den Faktor Regionalität im medienpolitischen Rechtsrahmen stärker zu gewichten. Dazu Marc Jan Eumann: "Im aktuellen Landesmediengesetz gibt es nur mit Blick auf das Kabelprivileg eines regionalen Veranstalters einen Bezug. Aus meiner Sicht ist es sinnvoll, bei der nächsten Novellierung weitere regionale Bezugspunkte zu knüpfen, beispielsweise mit Blick auf die kulturelle Betätigung eines Veranstalters in seinem speziellen Themen- und Programmgebiet. Dies muss in meinen Augen ein positives Unterscheidungsmerkmal mit Blick auf andere Veranstalter sein können. Ein konkretes Beispiel: Wenn ein Sportsender in besonderer Weise den Sport in Nordrhein-Westfalen ins Programm nähme oder auch sportliche Veranstaltungen mit Programmbezug mit betriebe, so könnte dies für die zukünftigen gesetzlichen Regelungen ein wesentliches Entscheidungskriterium werden. Das werden wir nach der Sommerpause auf den Weg bringen".

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