Pressemitteilung:
Brigitte Speth: Leseförderung stärker in den Mittelpunkt stellen
Die bundesweiten Ergebnisse der neuen PISA-Studie zeigen, dass die Leseförderung stärker in den Mittelpunkt gestellt werden und einen größeren Raum im Unterricht einnehmen muss“, erklärte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Brigitte Speth. Die Werte deutscher Schülerinnen und Schüler bei der Lesekompetenz hätten sich zwar stabilisiert, allerdings auf einem immer noch recht niedrigen Niveau. „Kinder und Jugendliche müssen im Unterricht häufiger lesen“, forderte Speth. Nur durch einen systematischen Ausbau könne die Lesefähigkeit auf Dauer verbessert werden. Erste Erfolge hingegen seien in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereichen erzielt worden, stellte Speth fest. Das bestätigten die Ergebnisse der Studie in diesen Kompetenzfeldern.Deutlich über dem OECD-Durchschnitt liege Deutschland bei dem Kompetenzwert Problemlösen, berichtete Speth. Allerdings werde in einer ersten Analyse deutlich, dass hier vor allem die Gymnasien zu diesem Ergebnis beigetragen hätten. „Das ist ein wichtiger Hinweis darauf, dass wir weiterhin über den Weg der individuellen Förderung besonders bei den unteren Leistungsgruppen ansetzen müssen“, erklärte Speth. Ansonsten würden die Bildungschancen noch ungleicher verteilt, wodurch besonders Migrantenkinder benachteiligt wären. Speth: „Wir brauchen mehr Sprachförderung und die Ausweitung der Offenen Ganztagsschule in der Sekundarstufe I. Diesen Weg haben wir eingeschlagen und wir werden ihn konsequent fortsetzen.“
Auf einen weiteren Aspekt im Zusammenhang zwischen Bildungsleistung und sozialem Hintergrund verweist laut Speth der Deutschland-Bericht der OECD. Danach habe das gegliederte Schulsystem einen erheblichen Einfluss auf die ungleiche Verteilung von Bildungschancen. „Die OECD bezweifelt, dass die Optimierung des bestehenden gegliederten Bildungssystems ausreiche, um größere Chancengleichheit zu erreichen“, sagte Speth. Auch Jürgen Rüttgers und seine CDU-Opposition sollten sich endlich mit den Ergebnissen wissenschaftlicher Untersuchungen auseinandersetzen und ihre bildungspolitischen Positionen aus dem letzten Jahrhundert revidieren.

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