Pressemitteilung:

  • 09. März 2004

Edgar Moron: Wir organisieren bei uns in Nordrhein-Westfalen einen schulpolitischen Quantensprung

"Mit der Schulzeitverkürzung durch das Abitur nach zwölf Schuljahren organisieren wir in Nordrhein-Westfalen für die Schülerinnen und Schüler in allen Schulformen der Sekundarstufe I mehr Unterricht. Das ist ein schulpolitischer Quantensprung. Wir ziehen die richtigen Konsequenzen aus der PISA-Studie. Nordrhein-Westfalen ist das einzige Bundesland, das in diesem Jahr zusätzliche Lehrerinnen und Lehrer einstellt. Wir stehen zu unserem Wort: Wir schaffen die neue Schule NRW, wir werden bildungspolitisch eine Spitzenposition zurück erobern."

Mit diesen Worten unterstützte SPD-Fraktionsvorsitzender Edgar Moron die Ankündigung der Landesregierung, ab dem Schuljahr 2005/2006 das Abitur nach zwölf Jahren einzuführen. Die SPD-Fraktion habe das gewünscht und werde auf dem jetzt eingeschlagenen Weg ein verlässlicher Partner und Reformmotor sein, sagte Moron. Die Koalitionsfraktionen hätten mit dem Doppelhaushalt 2004/2005 die Voraussetzung dafür geschaffen, dass an der Schule nicht gespart werden müsse. "Wir haben damit auch den Grundstein dafür gelegt, das wir in der Sekundarstufe I künftig mehr Unterricht und das Abitur nach zwölf Jahren organisieren können", unterstrich Moron.

Die Koalitionsfraktionen werden mit einem heute beschlossenen Plenarantrag das Konzept der Landesregierung für das Abitur nach zwölf Jahren im Regelfall und für mehr Förderzeit in der Sekundarstufe I unterstützen. In ihrem Antrag unterstreicht die Koalition, das sie neben der Stärkung des Bildungsauftrags im Kindergarten, der Einführung der flexiblen Schuleingangsphase, dem Erfolgsmodell der Offenen Ganztagsgrundschule, der Entbürokratisierung von Schulvorschriften, einer verlässlicheren Sicherung der Unterrichtsversorgung trotz angespannter Haushaltslage, der Festsetzung von Bildungszielen und Bildungsstandards zur Sicherung der Unterrichtsqualität die Reform
des Schulsystems konsequent fortsetze.

Neben der generellen Einführung des Abiturs nach zwölf Schuljahren ab dem Schuljahr 2005/2006 mit der Klasse 5 wird es für alle Schulen flexible Übergangsmöglichkeiten geben. "Die Schulen, die ihre Schülerinnen und Schüler noch schneller zu einem frühen Abitur führen können, sollen die Chance dazu bekommen", erklärte SPD-Fraktions-vorsitzender Moron. Die zusätzlichen Unterrichtsstunden in der Sekundarstufe I sollen auch zur Verbesserung von Basisqualifizierungen sowie zur Sicherung und Steigerung qualifizierter Bildungsabschlüsse genutzt werden. Mit der zusätzlich möglichen Förderung solle die Zahl der Klassenwiederholungen und das Ausschulen drastisch reduziert werden, fordern die Koalitionsfraktionen in ihrem Antrag.